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Volleyball und dehnen – passt das?

Aktualisiert: 6. Juli 2021

Das ist eine Frage, die sich wohl schon jeder/jede Sportler/in gestellt hat. Seit ich mich vertieft mit Yoga beschäftige, wo die körperliche Bewegung ein wichtiger Bestandteil der gesamten Yoga-Praxis darstellt, fällt es mir leichter, mir meine Meinung zu bilden.


Seit ich in meinen jungen Jahren mit Korb- und anschliessen Volleyball begonnen habe, wurde zur Vorbeugung von Verletzungen der Körper durch Laufen aufgewärmt. Anschliessend wurden noch ein paar Stretching-Übungen gemacht (typisches passives stretchen mit einer Dauer bis zu 30 Sekunden), bevor der Ball in die Hand genommen wurde fürs Einwerfen. Genau so lange, bzw. schon viel länger, stellt sich die Frage, ob den überhaupt gedehnt werden soll und wenn ja, vorher? Nachher? Wie lange? Aktiv? Passiv?


Als ich mir die Frage gestellt habe „Volleyball und dehnen – passt das?“, habe ich auch noch nach Studien gesucht, die das Eine oder Andere unterstreichen. Auf Volleyball bezogen, habe ich auf die Schnelle nichts gefunden. Was sich finden lässt, sind Studien in Bezug auf aktives und passives Stretchen. Aber wirklich schlauer bin ich nicht. Wirklich klar, was besser ist oder ob überhaupt etwas gut ist, in Bezug auf die darauffolgende sportliche Leistung, kann fast in keinem Artikel abschliessend gesagt oder auch bewiesen werden.


Im Volleyball hat sich seit ein paar Jahren etabliert, dass man zur Vorbeugung von Verletzungen den Körper erst aufwärmt und auf Betriebstemperatur bringt. Anschliessend folgt ein aktives Stretching (z.B. tiefe Ausfallschritte nach vorne und zur Seite) mit Kräftigungsübungen und zum Schluss noch ein paar Sprints bei welchen der Puls so richtig nach oben gespickt wird. Danach wird es erst Zeit für den geliebten Ball und das Einwerfen :).


Ein Vergleich zwischen dem Aufwärmen früher und heute, zeigt Unterschiede im Bereich des aktiven und passiven stretchen und der Kraftübungen. Ob diese Art des Aufwämens jedoch tatsächlich zu weniger Unfällen führt, lässt sich wohl nicht empirisch belegen. Es gibt jedoch tatsächlich effizientere und weniger effiziente Aufwärmübungen. Bei Schulterproblemen zeigen sich sonst beim Volleyball direkt schon beim Einwerfen die ersten Schmerzen. Also muss ja wohl was dran sein.


Meine Meinung? Für mich persönlich gehört beim Volleyball das Mobilisieren mit aktiven Dehnübungen sowie Kraftübungen dazu. Somit beantworte ich meine Titelfrage mit Ja. Der Körper soll in möglichst allen Hauptebenen (sagittal, frontal und transversal) bewegt werden. Das wären vorwärts, rückwärts, seitliche und gedrehte (twist) Bewegungen. Je vielseitiger die Bewegungsmuster desto geschmeidiger wird der Körper (echt jetzt). Nicht nur geschmeidiger wird der Körper, er wird auch besser auf kommende Bewegungen – auf den eigentlichen Sport – vorbereitet. Und damit werden hoffentlich auch Verletzungen vorgebeugt.


Mit meinem Yoga-Background muss ich auch sagen, dass mir Yoga zur Vorbereitung auf Volleyball sehr viel bringt. Ich gehe dabei nicht in zu starke Positionen wie z.B. Rückbeugen, da ich Rückenprobleme habe. Gewissen Positionen weiche ich auch aus, weil ich fürs Volleyball auch weiterhin nicht zu beweglich werden möchte, damit ich die Schnelligkeit auf dem Feld nicht verliere.


Wichtig sind für mich in der Zwischenzeit auch die weiteren Elemente der Yoga-Praxis geworden, die nicht auf dem Mätteli halt machen, sondern auch das ganze Leben prägen. Und von den mentalen Vorteilen die eine starke Yoga-Praxis vermittelt haben wir ja noch gar nicht gesprochen. Das wäre dann wohl für einen weiteren Blo-Beitrag ;).

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