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Gefühle benennen - der Sinn dahinter

Ich habe diese Woche eine Meditation gemacht. Welch Wunder ;). Nein, im ernst. In der Meditation (vielleicht kennt ihr diese auch in einer oder anderen Form) wurde ich aufgefordert drei "böse" oder auch "schlechte" Gefühle zu nennen und diese durch drei positive Gefühle zu ersetzen.


Ich weiss ja nicht, wie ihr es habt. Die drei negativen Gefühle waren schnell da. Das Ersetzen viel mir viel schwerer. Nach dem Gefühl Freude hat es aufgehört. Ich durchstöberte meinen Kopf, ging in Schubladen rein und zog einfach nichts raus. Ich dachte auch noch an Volleyball, aber da kam Spielfreude. Wow, grossartig, Freude UND Spielfreude? Ich meine, dass sind mal Gefühle.


Nun habe ich mir zu Herzen genommen, doch das Buch von Brené Brown zu lesen. Nee geht hier nicht um Werbung. Aber in Atlas of the heart (leider noch nicht in Deutsch verfügbar) geht es um Gefühle. Wie wichtig es ist, die Gefühle zu benennen und dadurch mit unserer Sprache Verbindungen zu und mit anderen Menschen zu schaffen. Wir können mit der Präzision in unserer Sprache auch viel besser nach Hilfe fragen. Brené stellt dabei fest, dies auch anhand ihrer eigenen Forschungen, dass unser Verständnis der eigenen Emotionen und der Emotionen anderer davon geprägt wird, wie wir emotionale Erfahrungen wahrnehmen, kategorisieren und beschreiben - und diese Interpretationen hängen stark von der Sprache ab.


Ich stelle es mir sehr schön vor, wenn man sich besser ausdrücken kann. Wenn also auf die Frage "wie geht es dir" nicht nur "gut"/"nicht gut" zurückkommt. Klar wird die Antwort nicht unbedingt "danke, ich fühle mich neugierig" sein. Vielleicht wird sie aber mal "danke, ich fühle mich bedrückt" sein. Als Empfängerin dieser Nachricht, würde ich mit dieser Gefühlslage viel mehr erfahren als mit "nicht gut".


Also ich bin jedenfalls weitergekommen. Und zwar gibt es nebst Freude auch noch ein paar andere positive Gefühle, die ich grossartig und schön finde. Gelassenheit, Ruhe, Neugier, Lebendigkeit --> Abenteuerlustig, Demut, Staunen. Dies nur ein paar. Diese Gefühle muss ich nun wohl aufschreiben und an den Spiegel kleben, damit ich die dann auch verwenden kann im täglichen Gebrauch. Ich meine einmal Lesen, nützt ja wohl leider nichts. Zu wissen, dass ich sowohl bei der positiven wie auch der negativen Umschreibung von Gefühlen, die Möglichkeit habe, mich so auszudrücken, dass mich mein Gegenüber besser verstehen kann oder sich besser in mich hineinversetzen kann, beruhigt und bestärkt mich.


Ich wünsche euch ein wunderbares Wochenende. Geniesst den Schnee, die Sonne und das Leben.


Herzlich,

Fabienne

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