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Etwas mehr Liebe für unsere Füsse, bitte

Aktualisiert: 20. Feb. 2022

Schon Leonardo Da Vinci wusste was Sache ist: Der menschliche Fuss ist ein Kunstwerk und technisches Meisterwerk."

Der Fuss kann mit 26 Knochen, 33 Gelenken, 19 Muskeln und 57 Bändern rein anatomisch und aufgrund der Komplexität betrachtet, mit der Hand in Konkurrenz treten. Das Zentrum des Fusses ist das Fussgewölbe, in welchem der Mittelfussknochen Platz für ein Netzwerk an Muskeln, Bändern und Faszien schafft, die von enormer Bedeutung für die funktionelle Beweglichkeit sind.

Die Fusswurzelknochen in Knöchel und Fuss sind dabei so genau angeordnet, dass das gesamte Körpergewicht getragen werden kann. Im Vergleich zur Hand sind die Knochen des Fusses, sowohl die Mittelfussknochen als auch die Zehenknochen, natürlich jeweils etwas grösser.

Der Fuss selbst ist nun bereits ein Meisterwerk und wenn wir auch noch schauen, was er täglich tut, kommen wir ja fast nicht mehr aus dem Staunen raus. In den funktionellen Bewegungsabläufen des Körpers, wird die Struktur und die Tätigkeit des Fusses noch stärker hervorgehoben. Weisst du wie viele Schritte du in deinem Leben in etwa gehen wirst? Rund 220 Mio. Schritte --> 170'000 km. Ich habe das bei meinem ersten Besuch in New York bereits erledigt ;).


Wir machen also durchschnittlich 7'500 Schritte pro Tag, im Homeoffice waren es wohl etwas weniger, wenn wir ehrlich sind. Schauen wir uns das Gehen an. In einer natürlichen Gangart kommt es dabei zuerst zu einer Standphase und gleich darauf zu einer Schwungphase (Zeitpunkt in welchem der Fuss den Boden nicht berührt). Der Körper koordiniert dabei innert kürzester Zeit, die Gewichtsübernahme auf den Fuss, der den Boden neu berührt.

Wir müssen bei jedem Schritt absichtlich das Gleichgewicht verlieren, gleich wieder finden, damit der andere Fuss einen Schritt weiter vorne wieder abgesetzt werden kann. Also unser Gehirn hilft dabei enorm viel. Die ganzen Rezeptoren an den Füssen sind in ständigem Kontakt mit unserem Gehirn, damit wir das überhaupt koordinieren können.

Nicht zu vergessen ist bei der Gangart unsere Haltung. Unsere Haltung im Stehen beeinflusst diese nämlich ganz stark. Es ist nichts anderes als unsere stehende Haltung in einer Vorwärtsbewegung.

Ich höre von so vielen Bekannten und Freunden was sie für Probleme mit ihren Füssen haben. Dabei wird so häufig den Füssen die Schuld gegeben. Sind die Füsse wirklich die Schuldigen? Ein grosser Teil der Bewegung wird weiter oben vorgegeben, in der Hüfte. So z.B. die ganze Schwungphase des Gehens. Könnten die Probleme allenfalls von weiter oben kommen? Sicher nicht verkehrt dies vertieft anzuschauen. Und ich als Trägerin von Barfussschuhen setze natürlich auch bei den Schuhen an. Unsere Füsse bemerken in den ganzen gedämpften Schuhen gar nicht mehr, wann sie genau den Boden berühren. Die kleinen feinen Muskeln werden immer wie schwächer und dies führt zu weiteren Problemen. Wenn möglich, laufe so oft wie möglich ohne Schuhe oder vielleicht auch mit Schuhen ohne Absatz (bereits ein Absatz von 1cm ist unnatürlich und führt zu verkürzten Wadenmuskeln).

Und deine Füsse danken dir, wenn du ihnen zwischendurch eine Massage gibst. Ein haushaltsübliches Olivenöl kann dabei schon genügen. Sonst auch eine Körpercreme die du vor zwei Jahren zum Geburtstag geschenkt gekriegt hast. ;) Ach ja und warum nicht auch mal ins Yoga? Barfuss mit Balanceübungen, deine Füsse werden dir danken!


Herzlich Fabienne

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