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Was uns manche Asanas (Positionen) beibringen können

Häufig versuche ich mich auf der Matte etwas zu puschen. Warum? Ganz einfach, weil es enorm Spass macht (ein Hoch auf die Endorphine). Im Nachhinein merke ich teilweise aber auch, dass es nicht per se die Freude war.

Manchmal ist es die Gesellschaft, die von mir erwartet, dass man den Puls hochjagt und Gas gibt. Nicht nur im Job sondern auch noch in der Freizeit. Es muss jeden Tag sein, es muss schnell sein und es muss hoch sein (ja ich spreche die Wanderer*innen an, die finden nur in den Bergen wird gewandert und nur wenn 10'000Höhenmeter gemacht werden ist es dann auch eine Wanderung). Hinzu kommt der Druck von Insta und c.o., die Figur als Yogalehrerin, die Positionen als Yogalehrerin, oh ja, auch ich bin nicht davor gewappnet. Ich kann dabei in keines der Kästchen gelegt werden. Was aber auch ok ist. Normalerweise...heute irgendwie nicht. Manchmal möchte man doch einfach nur auf dem Sofa sitzen und nichts tun.


Als ich ein Video von mir nachträglich angeschaut habe, sah ich mich in einem gedrehten Ausfallschritt.


Es sieht doch gar nicht so schwierig aus, oder? Ein Bein vor dem anderen, eine Hand am Boden und noch ein bisschen ausdrehen. Easy. Heute kann ich mir fast nicht vorstellen in dieses Asana zu kommen, es scheint mir gerade zu anstrengend.


Anyway. Was ich mir eigentlich vom Herzen schreiben möchte ist, dass es vielleicht nicht immer Gross sein muss. Heute kann ich mir also den gedrehten Ausfallschritt nicht vorstellen. Vielleicht kann ich, oder wir, im Kleinen Anfangen. Es wird sicherlich Tage geben, wo bereits das Aufstehen ne Medaille verdient, das Einkaufen oder die Wahl des gesünderen Apfels anstelle des Stück Schokoladentorte...die Liste kann getrost weitergeführt werden.


Was gibts also für mich heute? Gemütliches Spazieren, Lesen und vielleicht noch ein bisschen Meditieren (sofern es mir nicht zu anstrengend erscheint). Und vor allem Lieb zu mir selbst sein, es zu akzeptieren, dass es nicht immer gleich ist und dass es ok ist. Es ist ok 50% zu geben wer sagt es muss immer 100% sein? Moi non. Hör gut auf dich, auf deinen Bauch und versuch einmal mehr nein zu sagen oder ja zu sagen mit Vorbehalt ;).


Geniess den Sonntag.


Herzlich,

Fabi

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